Der Feudale Eroberungskrieg

In Schleswig-Holstein allein gibt es über 400 archäologische Belege für Turmhügelburgen! Ganz Europa von diesen Anlagen überzogen. Folgt man der Spur der Bodenfunde, erkennt man, wann genau und wie systematisch der feudale Eroberungskrieg bzw. die blutige Eroberung und Unterjochung der einstmals freien Menschen in unseren Landen wirklich vonstatten ging.

Kaiser Konrad II. machte im Jahre 1030 aus dem Kuhdorf Speyer die Metropole Germaniens. Seine Hauptstadt des Reiches und die erste Planstadt ihrer Art im Mittelalter. Sie war die ideale Ausgangsbasis für die Expansion seines Reiches. Was vermeintliche Herrscher bereits vor ihm taten, lässt sich rückwirkend nur durch schriftliche Überlieferungen nachvollziehen. Jeder Historiker weiß aber um die Unglaubwürdigkeit dieser Schriftquellen. Bodenfunde, zu denen nicht weniger als die Grabkrone des selbst Kaisers zählt, sprechen eine ganz andere Sprache.

Festung Speyer und die verborgene Expansion des Kaiserreiches in Mitteleuropa

Mit interaktiver Karte – Kaiser Konrad II. machte im Jahre 1030 aus dem „Kuhdorf“ Speyer die Metropole Germaniens. Seine Hauptstadt des Reiches und die erste Planstadt ihrer Art im Mittelalter. Sie war die ideale Ausgangsbasis für die Expansion seines Reiches.

Was vermeintliche Herrscher bereits vor ihm taten, lässt sich rückwirkend nur durch schriftliche Überlieferungen nachvollziehen. Jeder Historiker weiß aber um die Unglaubwürdigkeit dieser Schriftquellen. Bodenfunde, zu denen nicht weniger als die Grabkrone des Kaisers höchstpersönlich zählt, sprechen eine ganz andere Sprache.

Dieser Beitrag ist lang, stellt aber unser gesamtes Geschichtsverständnis auf den Kopf. Es lohnt sich, sich kritisch damit auseinandersetzen.
Bodenfunde und die Zusammenarbeit unterschiedlicher internationaler Forscher verschiedener Disziplinen beweisen: Es war alles ganz anders. Wir dürfen stolz auf unsere Vorfahren sein. Vor allem wir Schleswig-Holsteiner!

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Die beiden Hauptprotogenisten des Films "the Dig" bei der Ausgrabung. In diesem Film wird der größte je ausgemachten Schatz der Nordsachsen (Angelsachsen) thematisiert.

Die Nordsachsen – Wie ein norddeutscher Stammesverband den Mythos vom dunklen Mittelalter widerlegt

„Das Mittelalter ist nicht länger dunkel” – Netflix thematisiert in dem Film „Die Ausgrabung/The Dig“ (beruht auf wahren Begebenheiten) einen Fund, der jeden Schleswig-Holsteiner hellhörig werden lassen sollte: den Schatz von Sutton Hoo.

Wie aus dem Nichts tritt plötzlich einer der einflussreichsten Stammesverbände der Antike und des Mittelalters in Erscheinung, welcher sein Kerngebiet im heutigen Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen hatte. Die Nordsachsen. Zusammen mit anderen Stämmen des Nordens (insbesondere der Angeln, aber auch der Friesen) sorgten sie für das bedeutsamste archäologische Relikt Großbritanniens. „Diese Menschen waren keine wilden Krieger, es waren kultivierte Menschen mit unglaublicher Kunstfertigkeit.“ Auch dieses Zitat stammt aus der Netflix-Produktion. Nach Aufnahme dieser Zeilen wirst du anders auf unsere Geschichte blicken.

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Blick auf die rekonstruierte Ringwall Anlage in Groß Raden.

Ringwälle und das verborgene Binnenhafenland der Wikingerzeit

Mit interaktiver Karte –
Dutzende mittelalterliche Ringwälle gelten offiziell als Burgen. Die zahlreichen wendischen davon (im Osten Holsteins aufzufinden) sind aber nachweislich über 500 Jahre nicht als solche genutzt wurden (DÄHN, Seite 12) und die fast genau so zahlreichen sächsischen Anlagen (im Westen und Süden unseres Bundeslandes) weisen eine noch geringere Funddichte im Innenbereich auf als die wendischen (DÄHN, Seite 13). Diese ungenutzten Ringwall-Riesen mit bis zu 330m Durchmesser, wozu übrigens auch die Hammaburg und ihr Nachfolger, die „Neue Burg“ gehörten – Hamburgs Keimzellen -, lassen sich, dank der unbezahlbaren Arbeit eines passionierten Heimatkundlers, größtenteils heute noch in unserer Landschaft ausmachen.
Waren diese Bauten wirklich bloß ungenutzte Burgen oder hatten Sie doch einen Nutzen? Dähns Arbeit, der wikingerzeitliche Uferverlauf und ein Ringwall-Hafen Fund in Stade liefern die Antwort… Begib dich auf eine einzigartige Entdeckungstour!

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Gemälde mit einem Grabhügel der Kultur des Nordischen Kreises aus der Bronzezeit.

Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel

Mit interaktiver Karte – Ein einzigartiger Fahrradweg: Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel.

In der Absicht, eine größere Fahrradtour zu planen, die auf der Route eines uralten Verkehrsweges zurückgeht, welche seinen Ursprung in der Bronzezeit (2.000 – 750 v. Chr.) hatte, entstand dieser einzigartige Beitrag.
Eine vergessene Hochkultur (die Kultur des Nordischen Kreises), unzählige Heiligtümer, Burgen friesischer Könige, Wallfahrtsstätten und ihre Quellen, eine alte Insel, der höchste Berg Nordfrieslands, Flussfurten, gigantische Hünengrab-Begräbnisstätten, und vieles mehr warten darauf, von dir wiederentdeckt zu werden.

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Das Lübecker Holstentor an einem Tag im Sommer.

Mittelalterlicher Städtebau – Grüne Wiese statt organischem Wachstum

Klaus Humpert, Architekt und Städtebauer aus Freiburg, machte es sich zur Aufgabe seines Lebensabends, die Grundrisse mittelalterlicher Städte, die zwischen dem Jahr 1030 – 1342 gebaut wurden, penibel zu analysieren. Was er dabei herausfand, und wie er seine Hypothese, nämlich, dass sich der mittelalterliche Städtebau als jeweils geschlossenes Bauprojekt vollzog, bestätigen konnte, widmete sich 2004 der Sender ARTE in einer eigenen Dokumentation hierzu: Humpert hatte recht.

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Kartenauszug einer alten Karte mit Binnendünen

Das äußerste Ende Holsteins (Uetersend) – Kennst du es?

Mit interaktiver Karte – Was haben die Holmer Sandberge, der Liether Wald (Elmshorn), die Kochschen Sandkuhlen (Itzehoe), Klövensteen (Wedel) und die Ortschaft Uetersen in Südholstein gemeinsam? Sie alle sind Teil des einstigen äußersten Endes von Schleswig-Holstein. Was hat aber einst dieses Ende ausgemacht? Wieso besteht es seit ungefähr 900 Jahren nicht mehr? Nutze die interaktive Karte im Beitrag und entdecke unsere vergessene Vergangenheit.

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Licht kommt ins Dunkle – über die verborgene Geschichte Hamburgs

Und wieder müssen wir feststellen, dass unsere Geschichtsschreibung nur sehr wenig mit den wahren historischen Begebenheiten gemein hat. Das Hamburger Abendblatt lieferte am 11. September 2021 sogar die Erklärung dafür, warum dieser Umstand eher die Regel als die Ausnahme sei, und behandelte das Thema ausführlich.

Was das Blatt ebenfalls thematisierte, ist die Hamburger Katastrophe im Hochmittelalter, die überhaupt erst dazu führte, dass das Areal in und um Hamburgs alten Stadtkern fast 50 Jahre lang komplett brach lag, und zwar so lange, bis die Neustadt (welches die Keimzelle der heutigen Stadt ist) gebaut wurde. Was auch erschütternd sein sollte, ist, dass der Vorgänger Hamburgs, die Neue Burg, kein Innenleben vorweisen konnte, also überhaupt keine Burg geschweige denn eine Stadt gewesen sein konnte. Dafür verfügte diese Ringwallanlage allerdings, und das weiß man seit ein paar Jahren, über ein mächtiges Hafentor!

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Dünen und Strand, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – über Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter

Die Tatsache, dass der Meeresspiegel bis ins 12. Jahrhundert erheblich höher war als heute, wird, auch wenn viele davon nichts wissen, durch die Forschung der Feuchtbodenarchäologie der letzten Jahre belegt. Diese Forscher haben Gegenstände in der Landschaft Schleswig-Holsteins zutage gefördert, die beweisen, dass Gewässer wie etwa die Treene, die Loiter Au oder die Rheider Au bis weit ins Landesinnere schiffbar gewesen sind. Auch die Uferlinie von Alt-Schleswig verlief gänzlich anders: Schleswigs Altstadt läge heute zu großen Teilen unter Wasser! Welches Ereignis änderte aber die Uferlinien in unseren Landen derart radikal im 12. Jahrhundert? Was sorgte für die abrupte Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter?

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