Hamburg

Als Alt Hamburg das gleiche Schicksal wie Alt Schleswig erlitt – über die Hamburger Katastrophe, vergessene Bauten und die Etablierung feudaler Macht im Hochmittelalter

Und wieder müssen wir feststellen, dass unsere Geschichtsschreibung nur sehr wenig mit den wahren historischen Begebenheiten gemein hat. Das Hamburger Abendblatt lieferte am 11. September 2021 sogar die Erklärung dafür, warum dieser Umstand eher die Regel als die Ausnahme sei, und behandelte das Thema ausführlich.

Was das Blatt ebenfalls thematisierte, ist die Hamburger Katastrophe im Hochmittelalter, die überhaupt erst dazu führte, dass das Areal in und um Hamburgs alten Stadtkern fast 50 Jahre lang komplett brach lag, und zwar so lange, bis die Neustadt (welches die Keimzelle der heutigen Stadt ist) gebaut wurde. Was auch erschütternd sein sollte, ist, dass der Vorgänger Hamburgs, die Neue Burg, kein Innenleben vorweisen konnte, also überhaupt keine Burg geschweige denn eine Stadt gewesen sein konnte. Dafür verfügte diese Ringwallanlage allerdings, und das weiß man seit ein paar Jahren, über ein mächtiges Hafentor!

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Dünen und Strand, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – über Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter

Die Tatsache, dass der Meeresspiegel bis ins 12. Jahrhundert erheblich höher war als heute, wird, auch wenn viele davon nichts wissen, durch die Forschung der Feuchtbodenarchäologie der letzten Jahre belegt. Diese Forscher haben Gegenstände in der Landschaft Schleswig-Holsteins zutage gefördert, die beweisen, dass Gewässer wie etwa die Treene, die Loiter Au oder die Rheider Au bis weit ins Landesinnere schiffbar gewesen sind. Auch die Uferlinie von Alt-Schleswig verlief gänzlich anders: Schleswigs Altstadt läge heute zu großen Teilen unter Wasser! Welches Ereignis änderte aber die Uferlinien in unseren Landen derart radikal im 12. Jahrhundert? Was sorgte für die abrupte Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter?

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