Katastrophen

Blick auf die rekonstruierte Ringwall Anlage in Groß Raden.

Ringwälle und das verborgene Binnenhafenland der Wikingerzeit

Mit interaktiver Karte –
Dutzende mittelalterliche Ringwälle gelten offiziell als Burgen. Die zahlreichen wenischen davon (im Osten Holsteins aufzufinden) sind aber nachweislich über 500 Jahre nicht als solche genutzt wurden (DÄHN, Seite 12) und die fast genau so zahlreichen sächsischen Anlagen (im Westen und Süden unseres Bundeslandes) weisen eine noch geringere Funddichte im Innenbereich auf als die wendischen (DÄHN, Seite 13). Diese ungenutzten Ringwall-Riesen mit bis zu 330m Durchmesser, wozu übrigens auch die Hammaburg und ihr Nachfolger, die „Neue Burg“ gehörten – Hamburgs Keimzellen -, lassen sich, dank der unbezahlbaren Arbeit eines passionierten Heimatkundlers, größtenteils heute noch in unserer Landschaft ausmachen.
Waren diese Bauten wirklich bloß ungenutzte Burgen oder hatten Sie doch einen Nutzen? Dähns Arbeit, der wikingerzeitliche Uferverlauf und ein Ringwall-Hafen Fund in Stade liefern die Antwort… Begib dich auf eine einzigartige Entdeckungstour!

Weiterlesen »
Gemälde mit einem Grabhügel der Kultur des Nordischen Kreises aus der Bronzezeit.

Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel

Mit interaktiver Karte – Ein einzigartiger Fahrradweg: Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel.

In der Absicht, eine größere Fahrradtour zu planen, die auf der Route eines uralten Verkehrsweges zurückgeht, welche seinen Ursprung in der Bronzezeit (2.000 – 750 v. Chr.) hatte, entstand dieser einzigartige Beitrag.
Eine vergessene Hochkultur (die Kultur des Nordischen Kreises), unzählige Heiligtümer, Burgen friesischer Könige, Wallfahrtsstätten und ihre Quellen, eine alte Insel, der höchste Berg Nordfrieslands, Flussfurten, gigantische Hünengrab-Begräbnisstätten, und vieles mehr warten darauf, von dir wiederentdeckt zu werden.

Weiterlesen »
Das Lübecker Holstentor an einem Tag im Sommer.

Mittelalterlicher Städtebau – Grüne Wiese statt organischem Wachstum

Klaus Humpert, Architekt und Städtebauer aus Freiburg, machte es sich zur Aufgabe seines Lebensabends, die Grundrisse mittelalterlicher Städte, die zwischen dem Jahr 1030 – 1342 gebaut wurden, penibel zu analysieren. Was er dabei herausfand, und wie er seine Hypothese, nämlich, dass sich der mittelalterliche Städtebau als jeweils geschlossenes Bauprojekt vollzog, bestätigen konnte, widmete sich 2004 der Sender arte in einer eigenen Dokumentation hierzu. Humpert hatte recht.

Weiterlesen »
Diese Luftaufnahme zeigt den Versuch der Briten im Jahr 1947, durch die bis dato größte nichtatomare Explosion der Welt, die Hochseeinsel Helgoland auszuradieren.

Die größte nicht atomare Explosion der Welt – Über die erfolglose Vernichtung Helgolands

Die Operation „Big Bang“ sollte Helgoland komplett ausradieren. 1947 – zwei Jahre nach dem Krieg – kam es hier zur größten nicht nuklearen Sprengung der Welt. Aber selbst nach der erfolglosen Vernichtung Helgolands blieb die Hochseeinsel und sein Umland noch 5 Jahre lang Sperrgebiet, Bombenabwurfplatz und Deponie für militärischen Sondermüll.
Warum diese immens aufwendige und dazu langwierige Zerstörung der Hochseeinsel entgegen der Proteste der Helgoländer (für die der Krieg nicht endete)? Eine Spurensuche.

Weiterlesen »
Luftaufnahme vom Dannewerk, bzw. dem Ende der Hauptwalls des Danewerks mit seiner Tyraburg und Schleswig´s Schloss Gottorf im Hintergrund.

Drohnenflug über den ehemaligen Dannewerker See/die ehemalige Schlei!

Die strategische Bedeutsamkeit und Funktion der Thyra-Burg bei Dannewerk/Schleswig wird einem erst bewusst, wenn man berücksichtigt, dass die Schlei bis ins Jahr 1154 noch bis an diese Stelle ging, über 3 Kilometer(!) südwestlich vom heutigen Schleiufer entfernt! Diese Tatsache ist heute so gut wie keinem bekannt. Mit einer Drohne haben wir das Areal erkundet. Die Dimension des Schlei-Wasserwegs, ließ sich aus der Luft hervorragend ausmachen.

Weiterlesen »

Als Alt Hamburg das gleiche Schicksal wie Alt Schleswig erlitt – über die Hamburger Katastrophe, vergessene Bauten und die Etablierung feudaler Macht im Hochmittelalter

Und wieder müssen wir feststellen, dass unsere Geschichtsschreibung nur sehr wenig mit den wahren historischen Begebenheiten gemein hat. Das Hamburger Abendblatt lieferte am 11. September 2021 sogar die Erklärung dafür, warum dieser Umstand eher die Regel als die Ausnahme sei, und behandelte das Thema ausführlich.

Was das Blatt ebenfalls thematisierte, ist die Hamburger Katastrophe im Hochmittelalter, die überhaupt erst dazu führte, dass das Areal in und um Hamburgs alten Stadtkern fast 50 Jahre lang komplett brach lag, und zwar so lange, bis die Neustadt (welches die Keimzelle der heutigen Stadt ist) gebaut wurde. Was auch erschütternd sein sollte, ist, dass der Vorgänger Hamburgs, die Neue Burg, kein Innenleben vorweisen konnte, also überhaupt keine Burg geschweige denn eine Stadt gewesen sein konnte. Dafür verfügte diese Ringwallanlage allerdings, und das weiß man seit ein paar Jahren, über ein mächtiges Hafentor!

Weiterlesen »
Die Mündung der Füsinger (Loiter) Au in die Schlei. Hier lag der wikingerzeitliche Handelsplatz Füsing.

Haithabu? Von wegen! Füsing und seine Siedlungsader durch Angeln

Mit interaktiver Karte – Aus Zufall stieß ich während der Recherchen zu einem anderen Beitrag auf Füsing, einen Ort, der auf Wikipedia „als bedeutsamste Ausgrabung Schleswig-Holsteins“ angepriesen wird. Was uns wieder einmal stutzig machen sollte: Warum wissen wir so wenig darüber? Dieser Ort war ein herausragendes Handelszentrum Angelns, das über Wasserwege sogar den Vorläufer Süderbrarups verband, was heute undenkbar wäre. Entdecke diesen Geschichtsschatz und begebe dich auf Entdeckungsreise.

Weiterlesen »
Die Felseninsel Helgoland, wie hier auf dem Bild zu sehen, ragt "wie mit dem Messer abgeschnitten" aus der Nordsee auf. Die natürlichen Gegebenheiten in der Helgoländer Bucht gegen Ende der Bronzezeit lassen sich gut mit Platons Atlantis-Bericht in Einklang bringen.

Von den 14 Monaten, als Atlantis vor Helgoland lag

Am 31. Juli 1952 war es plötzlich Gewissheit. Nach mühevollen, jahrelangen Recherchen und vielen Rückschlägen war es nun doch offiziell, und so wurde es auch von großen Medienhäusern europaweit verkündet. Es war der Moment, auf den Jürgen Spanuth akribisch und unermüdlich hingearbeitet hatte.

Die Weltsensation war perfekt! Atlantis lag vor Helgoland. Was passierte im Oktober des Folgejahres, als diese als gesichert kundgetane Erkenntnis plötzlich begraben wurde? Wieso weiß keiner darüber Bescheid, was man damals herausgefunden hat? Alles hanebüchen?
Und wenn nicht, was bedeutet diese Erkenntnis für uns Deutsche und uns Europäer?

Weiterlesen »
Dünen und Strand, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – über Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter

Die Tatsache, dass der Meeresspiegel bis ins 12. Jahrhundert erheblich höher war als heute, wird, auch wenn viele davon nichts wissen, durch die Forschung der Feuchtbodenarchäologie der letzten Jahre belegt. Diese Forscher haben Gegenstände in der Landschaft Schleswig-Holsteins zutage gefördert, die beweisen, dass Gewässer wie etwa die Treene, die Loiter Au oder die Rheider Au bis weit ins Landesinnere schiffbar gewesen sind. Auch die Uferlinie von Alt-Schleswig verlief gänzlich anders: Schleswigs Altstadt läge heute zu großen Teilen unter Wasser! Welches Ereignis änderte aber die Uferlinien in unseren Landen derart radikal im 12. Jahrhundert? Was sorgte für die abrupte Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter?

Weiterlesen »

Blauzahns Trelleborgen – Geometrische Präzision über hunderte von Kilometer

Mit interaktiver Karte – Auch wenn wohl so gut wie niemand davon gehört haben dürfte, reden wir bei diesem Thema historisch betrachtet von einer Sensation. Es geht nicht nur um die angeblich von Harald Blauzahn errichteten Trelleborgen- „Wikingerkasernen“ an sich, sondern vor allem um ihre Positionen auf der Landkarte. Eine derartige Präzision passt nicht ins Mittelalter. Welche Frage sich auch aufdrängt: Wer waren eigentlich die Erbauer, auch die der Vorgängerbauten?

Weiterlesen »