Häfen

Blick auf Fehmarns Nikolai Kirche über einen Teich.

Wie Dutzende andere Ortschaften: Auch Burg auf Fehmarn hatte einen Ringwallhafen

Ein weiterer vergessener Ringwallhafen, wo ihn niemand erwarten würde: Dieses Mal befand sich eine solche Anlage weit im Inneren der Sonneninsel Fehmarn. Hier war ich letzte Woche mit meiner Familie im Urlaub. Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass ausgerechnet unmittelbar vor der höchsten Stelle der größten Ortschaft der Insel (der Hügel auf dem sich die St. Nikolaikirche in Burg befindet) die Position dieses Hafens war! Heute nicht ansatzweise vorzustellen, aber wir reden hier von einer Tatsache, die so offiziell auch von der Stadt verlautbart wird (anders handhabt es die Stadt Schleswig, die ihre Besucher nicht darüber in Kenntnis setzt, wo sich der ebenfalls verlandete, frühmittelalterliche Hafen der Stadt befunden hat).

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Blick auf die rekonstruierte Ringwall Anlage in Groß Raden.

Ringwälle und das verborgene Binnenhafenland der Wikingerzeit

Mit interaktiver Karte –
Dutzende mittelalterliche Ringwälle gelten offiziell als Burgen. Die zahlreichen wenischen davon (im Osten Holsteins aufzufinden) sind aber nachweislich über 500 Jahre nicht als solche genutzt wurden (DÄHN, Seite 12) und die fast genau so zahlreichen sächsischen Anlagen (im Westen und Süden unseres Bundeslandes) weisen eine noch geringere Funddichte im Innenbereich auf als die wendischen (DÄHN, Seite 13). Diese ungenutzten Ringwall-Riesen mit bis zu 330m Durchmesser, wozu übrigens auch die Hammaburg und ihr Nachfolger, die „Neue Burg“ gehörten – Hamburgs Keimzellen -, lassen sich, dank der unbezahlbaren Arbeit eines passionierten Heimatkundlers, größtenteils heute noch in unserer Landschaft ausmachen.
Waren diese Bauten wirklich bloß ungenutzte Burgen oder hatten Sie doch einen Nutzen? Dähns Arbeit, der wikingerzeitliche Uferverlauf und ein Ringwall-Hafen Fund in Stade liefern die Antwort… Begib dich auf eine einzigartige Entdeckungstour!

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Gemälde mit einem Grabhügel der Kultur des Nordischen Kreises aus der Bronzezeit.

Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel

Mit interaktiver Karte – Ein einzigartiger Fahrradweg: Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel.

In der Absicht, eine größere Fahrradtour zu planen, die auf der Route eines uralten Verkehrsweges zurückgeht, welche seinen Ursprung in der Bronzezeit (2.000 – 750 v. Chr.) hatte, entstand dieser einzigartige Beitrag.
Eine vergessene Hochkultur (die Kultur des Nordischen Kreises), unzählige Heiligtümer, Burgen friesischer Könige, Wallfahrtsstätten und ihre Quellen, eine alte Insel, der höchste Berg Nordfrieslands, Flussfurten, gigantische Hünengrab-Begräbnisstätten, und vieles mehr warten darauf, von dir wiederentdeckt zu werden.

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Kartenauszug einer alten Karte mit Binnendünen

Das äußerste Ende Holsteins (Uetersend) – Kennst du es?

Mit interaktiver Karte – Was haben die Holmer Sandberge, der Liether Wald (Elmshorn), die Kochschen Sandkuhlen (Itzehoe), Klövensteen (Wedel) und die Ortschaft Uetersen in Südholstein gemeinsam? Sie alle sind Teil des einstigen äußersten Endes von Schleswig-Holstein. Was hat aber einst dieses Ende ausgemacht? Wieso besteht es seit ungefähr 900 Jahren nicht mehr? Nutze die interaktive Karte im Beitrag und entdecke unsere vergessene Vergangenheit.

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Luftaufnahme vom Dannewerk, bzw. dem Ende der Hauptwalls des Danewerks mit seiner Tyraburg und Schleswig´s Schloss Gottorf im Hintergrund.

Drohnenflug über den ehemaligen Dannewerker See/die ehemalige Schlei!

Die strategische Bedeutsamkeit und Funktion der Thyra-Burg bei Dannewerk/Schleswig wird einem erst bewusst, wenn man berücksichtigt, dass die Schlei bis ins Jahr 1154 noch bis an diese Stelle ging, über 3 Kilometer(!) südwestlich vom heutigen Schleiufer entfernt! Diese Tatsache ist heute so gut wie keinem bekannt. Mit einer Drohne haben wir das Areal erkundet. Die Dimension des Schlei-Wasserwegs, ließ sich aus der Luft hervorragend ausmachen.

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Als Alt Hamburg das gleiche Schicksal wie Alt Schleswig erlitt – über die Hamburger Katastrophe, vergessene Bauten und die Etablierung feudaler Macht im Hochmittelalter

Und wieder müssen wir feststellen, dass unsere Geschichtsschreibung nur sehr wenig mit den wahren historischen Begebenheiten gemein hat. Das Hamburger Abendblatt lieferte am 11. September 2021 sogar die Erklärung dafür, warum dieser Umstand eher die Regel als die Ausnahme sei, und behandelte das Thema ausführlich.

Was das Blatt ebenfalls thematisierte, ist die Hamburger Katastrophe im Hochmittelalter, die überhaupt erst dazu führte, dass das Areal in und um Hamburgs alten Stadtkern fast 50 Jahre lang komplett brach lag, und zwar so lange, bis die Neustadt (welches die Keimzelle der heutigen Stadt ist) gebaut wurde. Was auch erschütternd sein sollte, ist, dass der Vorgänger Hamburgs, die Neue Burg, kein Innenleben vorweisen konnte, also überhaupt keine Burg geschweige denn eine Stadt gewesen sein konnte. Dafür verfügte diese Ringwallanlage allerdings, und das weiß man seit ein paar Jahren, über ein mächtiges Hafentor!

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Die Mündung der Füsinger (Loiter) Au in die Schlei. Hier lag der wikingerzeitliche Handelsplatz Füsing.

Haithabu? Von wegen! Füsing und seine Siedlungsader durch Angeln

Mit interaktiver Karte – Aus Zufall stieß ich während der Recherchen zu einem anderen Beitrag auf Füsing, einen Ort, der auf Wikipedia „als bedeutsamste Ausgrabung Schleswig-Holsteins“ angepriesen wird. Was uns wieder einmal stutzig machen sollte: Warum wissen wir so wenig darüber? Dieser Ort war ein herausragendes Handelszentrum Angelns, das über Wasserwege sogar den Vorläufer Süderbrarups verband, was heute undenkbar wäre. Entdecke diesen Geschichtsschatz und begebe dich auf Entdeckungsreise.

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Dünen und Strand, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – über Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter

Die Tatsache, dass der Meeresspiegel bis ins 12. Jahrhundert erheblich höher war als heute, wird, auch wenn viele davon nichts wissen, durch die Forschung der Feuchtbodenarchäologie der letzten Jahre belegt. Diese Forscher haben Gegenstände in der Landschaft Schleswig-Holsteins zutage gefördert, die beweisen, dass Gewässer wie etwa die Treene, die Loiter Au oder die Rheider Au bis weit ins Landesinnere schiffbar gewesen sind. Auch die Uferlinie von Alt-Schleswig verlief gänzlich anders: Schleswigs Altstadt läge heute zu großen Teilen unter Wasser! Welches Ereignis änderte aber die Uferlinien in unseren Landen derart radikal im 12. Jahrhundert? Was sorgte für die abrupte Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter?

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Blauzahns Trelleborgen – Geometrische Präzision über hunderte von Kilometer

Mit interaktiver Karte – Auch wenn wohl so gut wie niemand davon gehört haben dürfte, reden wir bei diesem Thema historisch betrachtet von einer Sensation. Es geht nicht nur um die angeblich von Harald Blauzahn errichteten Trelleborgen- „Wikingerkasernen“ an sich, sondern vor allem um ihre Positionen auf der Landkarte. Eine derartige Präzision passt nicht ins Mittelalter. Welche Frage sich auch aufdrängt: Wer waren eigentlich die Erbauer, auch die der Vorgängerbauten?

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Die Wenden – Wer waren unsere Vorfahren?

Wenn du aus Schleswig-Holstein kommst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch du zu ihnen zählst. Im Buch „Die Wenden“ von Martin Fricke heißt es: „Sie leben millionenfach unter uns – oft ohne davon zu wissen: Die Nachfahren der Wenden.“ (FRICKE, Seite 2) Wo kamen diese Menschen, die im Osten Holstein lebten, aber her? Wie wurde aus ihnen im 18ten Jahrhundert „Slawen“, obwohl sie, was zahlreiche historische Schriftquellen belegen und dieses Wissen fest im Bewusstsein der Menschen verankert war, als Vandalen bezeichnet wurden? Richtig, wir reden hier von dem germanischen Stammesverband, der im Jahre 455 Rom eroberte..

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