Städte

Das Lübecker Holstentor an einem Tag im Sommer.

Mittelalterlicher Städtebau – Grüne Wiese statt organischem Wachstum

Klaus Humpert, Architekt und Städtebauer aus Freiburg, machte es sich zur Aufgabe seines Lebensabends, die Grundrisse mittelalterlicher Städte, die zwischen dem Jahr 1030 – 1342 gebaut wurden, penibel zu analysieren. Was er dabei herausfand, und wie er seine Hypothese, nämlich, dass sich der mittelalterliche Städtebau als jeweils geschlossenes Bauprojekt vollzog, bestätigen konnte, widmete sich 2004 der Sender arte in einer eigenen Dokumentation hierzu. Humpert hatte recht.

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Kartenauszug einer alten Karte mit Binnendünen

Das äußerste Ende Holsteins (Uetersend) – Kennst du es?

Mit interaktiver Karte – Was haben die Holmer Sandberge, der Liether Wald (Elmshorn), die Kochschen Sandkuhlen (Itzehoe), Klövensteen (Wedel) und die Ortschaft Uetersen in Südholstein gemeinsam? Sie alle sind Teil des einstigen äußersten Endes von Schleswig-Holstein. Was hat aber einst dieses Ende ausgemacht? Wieso besteht es seit ungefähr 900 Jahren nicht mehr? Nutze die interaktive Karte im Beitrag und entdecke unsere vergessene Vergangenheit.

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Als Alt Hamburg das gleiche Schicksal wie Alt Schleswig erlitt – über die Hamburger Katastrophe, vergessene Bauten und die Etablierung feudaler Macht im Hochmittelalter

Und wieder müssen wir feststellen, dass unsere Geschichtsschreibung nur sehr wenig mit den wahren historischen Begebenheiten gemein hat. Das Hamburger Abendblatt lieferte am 11. September 2021 sogar die Erklärung dafür, warum dieser Umstand eher die Regel als die Ausnahme sei, und behandelte das Thema ausführlich.

Was das Blatt ebenfalls thematisierte, ist die Hamburger Katastrophe im Hochmittelalter, die überhaupt erst dazu führte, dass das Areal in und um Hamburgs alten Stadtkern fast 50 Jahre lang komplett brach lag, und zwar so lange, bis die Neustadt (welches die Keimzelle der heutigen Stadt ist) gebaut wurde. Was auch erschütternd sein sollte, ist, dass der Vorgänger Hamburgs, die Neue Burg, kein Innenleben vorweisen konnte, also überhaupt keine Burg geschweige denn eine Stadt gewesen sein konnte. Dafür verfügte diese Ringwallanlage allerdings, und das weiß man seit ein paar Jahren, über ein mächtiges Hafentor!

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Die Mündung der Füsinger (Loiter) Au in die Schlei. Hier lag der wikingerzeitliche Handelsplatz Füsing.

Haithabu? Von wegen! Füsing und seine Siedlungsader durch Angeln

Mit interaktiver Karte – Aus Zufall stieß ich während der Recherchen zu einem anderen Beitrag auf Füsing, einen Ort, der auf Wikipedia „als bedeutsamste Ausgrabung Schleswig-Holsteins“ angepriesen wird. Was uns wieder einmal stutzig machen sollte: Warum wissen wir so wenig darüber? Dieser Ort war ein herausragendes Handelszentrum Angelns, das über Wasserwege sogar den Vorläufer Süderbrarups verband, was heute undenkbar wäre. Entdecke diesen Geschichtsschatz und begebe dich auf Entdeckungsreise.

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Dünen und Strand, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – über Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter

Die Tatsache, dass der Meeresspiegel bis ins 12. Jahrhundert erheblich höher war als heute, wird, auch wenn viele davon nichts wissen, durch die Forschung der Feuchtbodenarchäologie der letzten Jahre belegt. Diese Forscher haben Gegenstände in der Landschaft Schleswig-Holsteins zutage gefördert, die beweisen, dass Gewässer wie etwa die Treene, die Loiter Au oder die Rheider Au bis weit ins Landesinnere schiffbar gewesen sind. Auch die Uferlinie von Alt-Schleswig verlief gänzlich anders: Schleswigs Altstadt läge heute zu großen Teilen unter Wasser! Welches Ereignis änderte aber die Uferlinien in unseren Landen derart radikal im 12. Jahrhundert? Was sorgte für die abrupte Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter?

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Die Wenden – Wer waren unsere Vorfahren?

Wenn du aus Schleswig-Holstein kommst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch du zu ihnen zählst. Im Buch „Die Wenden“ von Martin Fricke heißt es: „Sie leben millionenfach unter uns – oft ohne davon zu wissen: Die Nachfahren der Wenden.“ (FRICKE, Seite 2) Wo kamen diese Menschen, die im Osten Holstein lebten, aber her? Wie wurde aus ihnen im 18ten Jahrhundert „Slawen“, obwohl sie, was zahlreiche historische Schriftquellen belegen und dieses Wissen fest im Bewusstsein der Menschen verankert war, als Vandalen bezeichnet wurden? Richtig, wir reden hier von dem germanischen Stammesverband, der im Jahre 455 Rom eroberte..

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