Mittelalterlicher Uferverlauf

Blick auf Fehmarns Nikolai Kirche über einen Teich.

Wie Dutzende andere Ortschaften: Auch Burg auf Fehmarn hatte einen Ringwallhafen

Ein weiterer vergessener Ringwallhafen, wo ihn niemand erwarten würde: Dieses Mal befand sich eine solche Anlage weit im Inneren der Sonneninsel Fehmarn. Hier war ich letzte Woche mit meiner Familie im Urlaub. Mit Erstaunen habe ich festgestellt, dass ausgerechnet unmittelbar vor der höchsten Stelle der größten Ortschaft der Insel (der Hügel auf dem sich die St. Nikolaikirche in Burg befindet) die Position dieses Hafens war! Heute nicht ansatzweise vorzustellen, aber wir reden hier von einer Tatsache, die so offiziell auch von der Stadt verlautbart wird (anders handhabt es die Stadt Schleswig, die ihre Besucher nicht darüber in Kenntnis setzt, wo sich der ebenfalls verlandete, frühmittelalterliche Hafen der Stadt befunden hat).

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Die beiden Hauptprotogenisten des Films "the Dig" bei der Ausgrabung. In diesem Film wird der größte je ausgemachten Schatz der Nordsachsen (Angelsachsen) thematisiert.

Die Nordsachsen – Wie ein norddeutscher Stammesverband den Mythos vom dunklen Mittelalter widerlegt

„Das Mittelalter ist nicht länger dunkel” – Netflix thematisiert in dem Film „Die Ausgrabung/The Dig“ (beruht auf wahren Begebenheiten) einen Fund, der jeden Schleswig-Holsteiner hellhörig werden lassen sollte: den Schatz von Sutton Hoo.

Wie aus dem Nichts tritt plötzlich einer der einflussreichsten Stammesverbände der Antike und des Mittelalters in Erscheinung, welcher sein Kerngebiet im heutigen Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen hatte. Die Nordsachsen. Zusammen mit anderen Stämmen des Nordens (insbesondere der Angeln, aber auch der Friesen) sorgten sie für das bedeutsamste archäologische Relikt Großbritanniens. „Diese Menschen waren keine wilden Krieger, es waren kultivierte Menschen mit unglaublicher Kunstfertigkeit.“ Auch dieses Zitat stammt aus der Netflix-Produktion. Nach Aufnahme dieser Zeilen wirst du anders auf unsere Geschichte blicken.

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Blick auf die rekonstruierte Ringwall Anlage in Groß Raden.

Ringwälle und das verborgene Binnenhafenland der Wikingerzeit

Mit interaktiver Karte –
Dutzende mittelalterliche Ringwälle gelten offiziell als Burgen. Die zahlreichen wenischen davon (im Osten Holsteins aufzufinden) sind aber nachweislich über 500 Jahre nicht als solche genutzt wurden (DÄHN, Seite 12) und die fast genau so zahlreichen sächsischen Anlagen (im Westen und Süden unseres Bundeslandes) weisen eine noch geringere Funddichte im Innenbereich auf als die wendischen (DÄHN, Seite 13). Diese ungenutzten Ringwall-Riesen mit bis zu 330m Durchmesser, wozu übrigens auch die Hammaburg und ihr Nachfolger, die „Neue Burg“ gehörten – Hamburgs Keimzellen -, lassen sich, dank der unbezahlbaren Arbeit eines passionierten Heimatkundlers, größtenteils heute noch in unserer Landschaft ausmachen.
Waren diese Bauten wirklich bloß ungenutzte Burgen oder hatten Sie doch einen Nutzen? Dähns Arbeit, der wikingerzeitliche Uferverlauf und ein Ringwall-Hafen Fund in Stade liefern die Antwort… Begib dich auf eine einzigartige Entdeckungstour!

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Gemälde mit einem Grabhügel der Kultur des Nordischen Kreises aus der Bronzezeit.

Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel

Mit interaktiver Karte – Ein einzigartiger Fahrradweg: Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel.

In der Absicht, eine größere Fahrradtour zu planen, die auf der Route eines uralten Verkehrsweges zurückgeht, welche seinen Ursprung in der Bronzezeit (2.000 – 750 v. Chr.) hatte, entstand dieser einzigartige Beitrag.
Eine vergessene Hochkultur (die Kultur des Nordischen Kreises), unzählige Heiligtümer, Burgen friesischer Könige, Wallfahrtsstätten und ihre Quellen, eine alte Insel, der höchste Berg Nordfrieslands, Flussfurten, gigantische Hünengrab-Begräbnisstätten, und vieles mehr warten darauf, von dir wiederentdeckt zu werden.

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Diese Luftaufnahme zeigt den Versuch der Briten im Jahr 1947, durch die bis dato größte nichtatomare Explosion der Welt, die Hochseeinsel Helgoland auszuradieren.

Die größte nicht atomare Explosion der Welt – Über die erfolglose Vernichtung Helgolands

Die Operation „Big Bang“ sollte Helgoland komplett ausradieren. 1947 – zwei Jahre nach dem Krieg – kam es hier zur größten nicht nuklearen Sprengung der Welt. Aber selbst nach der erfolglosen Vernichtung Helgolands blieb die Hochseeinsel und sein Umland noch 5 Jahre lang Sperrgebiet, Bombenabwurfplatz und Deponie für militärischen Sondermüll.
Warum diese immens aufwendige und dazu langwierige Zerstörung der Hochseeinsel entgegen der Proteste der Helgoländer (für die der Krieg nicht endete)? Eine Spurensuche.

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Kartenauszug einer alten Karte mit Binnendünen

Das äußerste Ende Holsteins (Uetersend) – Kennst du es?

Mit interaktiver Karte – Was haben die Holmer Sandberge, der Liether Wald (Elmshorn), die Kochschen Sandkuhlen (Itzehoe), Klövensteen (Wedel) und die Ortschaft Uetersen in Südholstein gemeinsam? Sie alle sind Teil des einstigen äußersten Endes von Schleswig-Holstein. Was hat aber einst dieses Ende ausgemacht? Wieso besteht es seit ungefähr 900 Jahren nicht mehr? Nutze die interaktive Karte im Beitrag und entdecke unsere vergessene Vergangenheit.

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Luftaufnahme vom Dannewerk, bzw. dem Ende der Hauptwalls des Danewerks mit seiner Tyraburg und Schleswig´s Schloss Gottorf im Hintergrund.

Drohnenflug über den ehemaligen Dannewerker See/die ehemalige Schlei!

Die strategische Bedeutsamkeit und Funktion der Thyra-Burg bei Dannewerk/Schleswig wird einem erst bewusst, wenn man berücksichtigt, dass die Schlei bis ins Jahr 1154 noch bis an diese Stelle ging, über 3 Kilometer(!) südwestlich vom heutigen Schleiufer entfernt! Diese Tatsache ist heute so gut wie keinem bekannt. Mit einer Drohne haben wir das Areal erkundet. Die Dimension des Schlei-Wasserwegs, ließ sich aus der Luft hervorragend ausmachen.

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Als Alt Hamburg das gleiche Schicksal wie Alt Schleswig erlitt – über die Hamburger Katastrophe, vergessene Bauten und die Etablierung feudaler Macht im Hochmittelalter

Und wieder müssen wir feststellen, dass unsere Geschichtsschreibung nur sehr wenig mit den wahren historischen Begebenheiten gemein hat. Das Hamburger Abendblatt lieferte am 11. September 2021 sogar die Erklärung dafür, warum dieser Umstand eher die Regel als die Ausnahme sei, und behandelte das Thema ausführlich.

Was das Blatt ebenfalls thematisierte, ist die Hamburger Katastrophe im Hochmittelalter, die überhaupt erst dazu führte, dass das Areal in und um Hamburgs alten Stadtkern fast 50 Jahre lang komplett brach lag, und zwar so lange, bis die Neustadt (welches die Keimzelle der heutigen Stadt ist) gebaut wurde. Was auch erschütternd sein sollte, ist, dass der Vorgänger Hamburgs, die Neue Burg, kein Innenleben vorweisen konnte, also überhaupt keine Burg geschweige denn eine Stadt gewesen sein konnte. Dafür verfügte diese Ringwallanlage allerdings, und das weiß man seit ein paar Jahren, über ein mächtiges Hafentor!

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Die Mündung der Füsinger (Loiter) Au in die Schlei. Hier lag der wikingerzeitliche Handelsplatz Füsing.

Haithabu? Von wegen! Füsing und seine Siedlungsader durch Angeln

Mit interaktiver Karte – Aus Zufall stieß ich während der Recherchen zu einem anderen Beitrag auf Füsing, einen Ort, der auf Wikipedia „als bedeutsamste Ausgrabung Schleswig-Holsteins“ angepriesen wird. Was uns wieder einmal stutzig machen sollte: Warum wissen wir so wenig darüber? Dieser Ort war ein herausragendes Handelszentrum Angelns, das über Wasserwege sogar den Vorläufer Süderbrarups verband, was heute undenkbar wäre. Entdecke diesen Geschichtsschatz und begebe dich auf Entdeckungsreise.

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Die Felseninsel Helgoland, wie hier auf dem Bild zu sehen, ragt "wie mit dem Messer abgeschnitten" aus der Nordsee auf. Die natürlichen Gegebenheiten in der Helgoländer Bucht gegen Ende der Bronzezeit lassen sich gut mit Platons Atlantis-Bericht in Einklang bringen.

Von den 14 Monaten, als Atlantis vor Helgoland lag

Am 31. Juli 1952 war es plötzlich Gewissheit. Nach mühevollen, jahrelangen Recherchen und vielen Rückschlägen war es nun doch offiziell, und so wurde es auch von großen Medienhäusern europaweit verkündet. Es war der Moment, auf den Jürgen Spanuth akribisch und unermüdlich hingearbeitet hatte.

Die Weltsensation war perfekt! Atlantis lag vor Helgoland. Was passierte im Oktober des Folgejahres, als diese als gesichert kundgetane Erkenntnis plötzlich begraben wurde? Wieso weiß keiner darüber Bescheid, was man damals herausgefunden hat? Alles hanebüchen?
Und wenn nicht, was bedeutet diese Erkenntnis für uns Deutsche und uns Europäer?

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