Mittelalterlicher Uferverlauf

Es dürfte viele Menschen gelinde gesagt schockieren, diese Zeilen zu lesen. Dieses Thema ist wenig bis gar nicht bekannt, die Spuren in der Landschaft Schleswig-Holsteins und das Kartenmaterial über diese Zeit sprechen aber eine eindeutige Sprache: Der Meeresspiegel war bis ins 12te Jahrhundert noch um Meter höher und der mittelalterliche Uferverlauf war gänzlich anders!

Dünen und Strand, im Hintergrund ist ein Sonnenuntergang zu sehen.

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – über Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter

Die Tatsache, dass der Meeresspiegel bis ins 12. Jahrhundert erheblich höher war als heute, wird, auch wenn viele davon nichts wissen, durch die Forschung der Feuchtbodenarchäologie der letzten Jahre belegt. Diese Forscher haben Gegenstände in der Landschaft Schleswig-Holsteins zutage gefördert, die beweisen, dass Gewässer wie etwa die Treene, die Loiter Au oder die Rheider Au bis weit ins Landesinnere schiffbar gewesen sind. Auch die Uferlinie von Alt-Schleswig verlief gänzlich anders: Schleswigs Altstadt läge heute zu großen Teilen unter Wasser! Welches Ereignis änderte aber die Uferlinien in unseren Landen derart radikal im 12. Jahrhundert? Was sorgte für die abrupte Meeresspiegelsenkung im Hochmittelalter?

Weiterlesen »
Ausschnitt aus der Karte des Danewerks bei Schleswig aus einem Archäologiebuch.

Das Danewerk – das ausgeklügelte Transportsystem zwischen Nord- und Ostsee größtes Bodendenkmal Nordeuropas

Mit interaktiver Karte –
Obwohl ich aus der Gegend stamme, kannte ich dieses monumentale Bauwerk nur vom Hörensagen und weil eine Ortschaft bei uns diesen Namen trägt, dabei handelt es sich um das größte Bodendenkmal Nordeuropas, welches kürzlich zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Gemäß alter Überlieferung gilt dieses Bauwerk als Verteidigungsanlage.
Neueste archäologische Funde widersprechen dem aber vehement. Eine ganz andere Funktion des Danewerks drängt sich nun auf, und diese wird so auch von der englischsprachigen Wikipedia verlautbart.

Weiterlesen »