7 Jahre Vergessenes Schleswig-Holstein - was bisher geschah und wer ich bin

jse_vsh_qdr

Mein Name ist Jan Simon Eickmeyer. Inzwischen ist es fast 7 Jahre her, dass ich meinen ersten Beitrag hier veröffentlicht habe. Es war der 31. Mai 2019, der mich nach dem Besuch im Turmhügelmuseum Lütjenburg mit meiner Familie dazu bewog, mich der unbekannten, vergessenen Geschichte Schleswig-Holsteins mit einer eigenen Internetpräsenz zu widmen. Stets begleitete mich die Frage, warum das, was Hans-Joachim Zillmer in seinem Buch Kolumbus kam als Letztes bereits Jahre zuvor thematisierte, von keinem anderen aufgegriffen wurde. Ich begab mich an die vergessenen Orte, investierte in alte Bücher, die Zillmer beispielsweise in seinem Werk als Quellen angab, glich den Inhalt mit den offiziellen Verlautbarungen ab, und je mehr Wissen ich mir aneignete, desto mehr fiel mir die Kinnlade herunter. Warum wusste ich von all den Themen nichts? 

Das Verfassen jedes einzelnen meiner inzwischen 17 Beiträge in den folgenden Jahren war eine kleine, persönliche Reise in die vergessene Welt meiner Vorfahren, seien es Wenden (die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass auch du Nachfahre von ihnen bist), Angeln oder Nordsachsen oder die Menschen der bronzezeitlichen Kultur des nordischen Kreises. Je mehr ich lernen durfte, desto ehrfürchtiger wurde ich ihnen und unserer Geschichte gegenüber und desto mehr verstand ich, wie kostbar und reich sie eigentlich ist, bzw. war. Desto mehr musste ich aber auch feststellen, wie entstellt, lückenhaft und verzerrt unser Geschichtsbild in Wirklichkeit doch ist. Man denke nur an die „vorgeschichtlichen“ Anlagen, die man mit Herausbildung der Archäologie im 18. Jahrhundert schlicht und einfach als „Schwedenschanzen“ bezeichnete, unabhängig von ihrer wahren historischen Funktion. Auf derartige Informationen stieß ich im Zuge einer Recherche im Jahr 2023 auf Wikipedia. Mit Forschung oder Wissenschaft hat diese Vorgehensweise rein gar nichts zu tun. Ich musste auch feststellen, dass die Verlautbarungen der englischen Wikipedia bei einigen Themen von der deutschen Darstellung stark abwichen, so wie bei meinem Beitrag zum Danewerk. Das bedingungslose Glauben, nein, Hoffen, dass die geschichtlichen Überlieferungen stimmen, obwohl man um die systematischen Geschichtsfälschungen im Mittelalter genau weiß, ist das, was ich unserem Establishment vorwerfe: Es gibt keine geschichtlichen Quellen zu einem bedeutsamen Hafen in Süderbrarup? Dann ist dort wohl auch nie einer gewesen. Das Areal, das für diese Anlage infrage käme, liegt heute trocken und ist heute ein Naturschutzgebiet. Archäologische Untersuchungen sind dort nicht ohne Weiteres mehr möglich. Aber derartige Themen müssen nicht aufgegriffen werden. Auch nicht von den örtlichen Historikern. Füsing bei Schleswig war wohl noch größer als Haithabu und bei Siedlungen existierten parallel zueinander? Es interessiert niemanden. Medien wie sh:z greifen die Themen nur sporadisch auf und erwähnen sie beiläufig. In der Schule haben wir erst recht nichts dazu gelernt.

Wichtige geschichtliche Arbeiten wie die von Jürgen SpanuthJakob RöschmannBasil Brown, Heiko Gauert oder Klaus Humpert werden nicht ansatzweise angemessen aufgegriffen, thematisiert und mit ähnlichen wichtigen Themenkomplexen in Verbindung gebracht. Die Arbeit des Altsprachlers und genialen Analysten Spanuth wird sogar verschrien und von der „Wissenschaft“ als nicht diskussionswürdig eingestuft (Quelle). Fakten, dass das Danewerk mindestens 300 Jahre älter ist als die Geschichtsquellen es hergeben, werden ausgeblendet, oder man erfährt sie in Nebensätzen von unbedeutenden Zeitungsartikeln auf der vierten Seite. Um die Tatsache, dass diese Anlage in der Schleswiger Landenge das bedeutsamste Bodendenkmal Nordeuropas ist, weiß kaum einer, und das ist nun einmal eine bittere Tatsache. Oder wusstest du darüber Bescheid?

Inzwischen kann ich es mir nicht mehr anders erklären: Diese Tatsachen sind deshalb kaum bekannt, weil die Menschen schlicht nicht um sie wissen sollen. So einfach ist es auch schon. Anders lassen sie diese eklatanten Missstände, trotz mehr als ausreichend bezahlter Menschen, die in Amt und Würden sind und damit aufräumen könnten, nicht erklären.

Atlantis lag hinter Helgoland, schrieb die Zeit 1952 wie selbstverständlich. Ich hatte die Ehre, mit der Tochter des Mannes zu sprechen, der diese Erkenntnis erarbeitet hatte. Ich habe gehört, was es mit diesem Altsprachler gemacht hat, so für sein Lebenswerk abgestraft worden zu sein, dass er fast daran zerbrach: Jürgen Spanuth. Ich begab mich zu den heiligen Quellen in Bordelum und Süderbrarup. Beging zahlreiche historische Wallanlagen. Fuhr mit meinem Fahrrad die Strecke von Eckernförde über Schleswig nach Hollingstedt entlang des Danewerks – mehrfach – den ganzen Tag von morgens bis spät abends. Ich befuhr große Teile des bronzezeitlichen Heerwegs (auch Ochsenweg genannt). Ich begab mich stets selbst an die Orte, und bohrte in meiner Freizeit tief rein in unsere entstellte Vergangenheit.

"Man schreibt im Mittelalter nicht Geschichte, um zu zeigen, wie es war, viel mehr gestaltete man Erzählungen, wie man es aus der Rückschau darstellen wolle." (Dr. Frey, TU Brandenburg, "Mythos Hammaburg", Seite 318)

In Wirklichkeit ist unsere norddeutsche Geschichte sehr leicht begreifbar. Historische Relikte wie Reste von Turmhügelburgen und Ringwälle befinden sich hundertfach in unseren Landen. Wer weiß dies aber schon? Wer weiß um ihre Funktion? Fragt man die Menschen danach, bekommt man sofort ahnungslose Blicke zurück. Menschen, die seit Jahrzehnten mit ihren Hunden auf Resten historischer Anlagen spazieren gehen, sind empört, wenn man sie darauf anspricht, dass dies eine sei. Denkmalschutz? Infotafeln? Zeitungsartikel? Fehlanzeige. Dieses Wissen ist schlicht nicht in unser aller Bewusstsein.

Erst hat es mich sehr verärgert, dass ich es sein musste, der so viele Geschichtsschätze zum Vorschein bringen und Missstände anprangern muss, und kein dafür ausgebildeter Historiker, der ja gut dafür bezahlt wird. Als ich aber begann, mich vor 2 Jahren mit Psychoanalyse zu beschäftigen (speziell C. G. Jung), durfte ich nebenbei lernen, dass unsere Fachexperten des Establishments ein Opfer von Dogmen und ihrer eigenen Angepasstheit sind (sogenannter Personas). Erst durch diese von C. G. Jung ergründeten Personas verdienen diese Menschen ihr Geld und erhalten ihre Anerkennung, und das, obwohl sie sich ja sowieso nur an die von Anfang an vorgegeben Normen/Dogmen halten. Änderungen im Bewusstsein dieser Verantwortlichen sind, das haben wir im Oktober 1953 bei dem Schauprozess von Jürgen Spanuth auf Schloss Gottorf gesehen, in dem seine 6 Grundthesen, dass Atlantis vor Helgoland lag, nicht widerlegt werden konnten, nicht denkbar. Selbsterhalt. Zugeständnisse in puncto geschichtlicher Fehlinterpretationen und das Aufgreifen und Weiterbedienen falscher Narrative aufgrund von persönlichen Vorteilen sind leider nur allzu menschlich, denn geschichtliche Umwälzungen stellen eine Kriegserklärung gegenüber des eigenen Berufsstabes dar. Die nicht stattfindende Konfrontation mit bisher unbeachteten Erkenntnissen dient völlig unterbewusst dem Selbstschutz dieser Menschen. Status und Einkommen müssen bewahrt werden. Ein langes, entbehrungsreiches Studium soll schließlich nicht umsonst gewesen sein.  

Dieses System schützt sich von innen heraus durch das unbewusste Wirken der Personas, die vom menschlichen Ego, Trägheit und Angst genährt werden. C. G. Jung nannte den Gegenpol zu diesen Personas, von denen sich diese „Experten“ unterbewusst abwenden, „Schatten„. Unaufhaltsam und von der Masse gebauchpinselt und von Gleichgesinnten bestätigt fühlen sich diese Fachexperten, durch das unterbewusste Wirken ihrer Personas als unantastbar und moralisch überlegen. Stark fühlten sich auch die „bedeutsamen Persönlichkeiten“ die Spanuth im Oktober 1953 unter falschen Vorwänden nach Schloss Gottorf lockten, um ihn gemeinsam im großen Saal niederzubrüllen, ohne auch nur eine seiner Grundthesen widerlegen zu können. Spanuth brachte die Schatten dieser Menschen zum Vorschein, die sie mit aller Macht verdrängten bzw. ignorierten, und ihn stattdessen mit „Nebensächlichkeiten“ konfrontierten, ohne auf seine Kernaussagen, der offensichtlichen Wahrheit, dir er ansprach, einzugehen. Diese Mechanik habe ich inzwischen verstanden. Sie wirkt vielerorts in den entscheidenden Bereichen. Nur muss man sich auch fragen, warum dieses Selbstschutzsystem so gut funktioniert und was der Grund für seine effiziente Wirkungsweise ist, bzw. was es in der Gesellschaft bewirkt, und natürlich, wer davon profitiert. Ich denke, George Orwell gibt uns eine einfache Antwort auf all diese Fragen:

„Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft; wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit" (Zitat aus George Orwell´s 1984)

Wer sich den Beitrag zu Louiselund durchgelesen hat und dazu über ein gewisses Maß an Selbstreflektiertheit verfügt, der dürfte wissen, wer es ist, der unsere Gegenwart kontrolliert, und sich daher auch genaustens mit den tiefenpsychologischen Prozessen, denen wir alle unterworfen sind, auskennt. Auch John F. Kennedy verlautbarte, wer dies sei, in einer kaum thematisierten Rede von ihm am 27. April 1961 im New Yorker Waldorf-Astoria Hotel. Nein, unsere Geschichte ist nicht objektiv und sie ist versehen mit Lügen aus vergangenen Tagen, die keiner kritisch hinterfragt, wissentlich offen gelassenen Lücken, und Geschichtsverdrehungen. Es gibt aber auch die bewusst ins Leben gerufenen und breitflächig gestreuten Lügen dieses Kreises: Man bedenke nur, welches Leid der Panslawismus, über die Menschen gebracht hat, nachdem der Freimaurer Gottfried Herder sein Werk „Volksdefinition“ im frühen 19ten Jahrhundert veröffentlicht hatte und entsprechende Maßnahmen daraus abgeleitet worden waren. Millionen geflohener Menschen. Tot und Elend. Kein Wort über die Falschheit dieses Werkes, trotz der erdrückenden Quellenlage. Der Pöbel ist zu krank, schwach, ohnmächtig, abgelenkt (Brot und Spiele), verdrossen oder bedient zu sehr seine eigenen Personas (zwecks Karriere und Anerkennung), um sich in diese geschichtlichen Themengebiete einzuklinken, grundlegende Fragen zu stellen und an den offiziellen Dogmen zu rütteln.

Notgedrungen ist daher auch das gängige Menschenbild des Standardbildungsbürgers negativ. Klar. Denn alleine die Interpretation des „Naturrechts“, also des Gesetzes des Stärkeren (Survival of the Fittest), ergibt sich aus der chronologischen Abfolge geschichtlicher Ereignisse bzw. der Theorien dazu. Diese wie in Stein gemeißelte Weltsicht aus großflächig kundgetanen Maßgaben ist es, die uns negativ voneinander denken und zu einem einfachen Schluss kommen lässt: Der Mensch ist schlecht. Eine herausragende Rolle in diesem Konglomerat an Thesen spielt die Evolutionstheorie, für die es bis heute die alles entscheidende Evidenz fehlt: der sogenannte Missing Link (Quelle). Genauso wenig konnte bisher die Makroevolution wissenschaftlich bewiesen werden, was der Evolutionsforscher Prof. Dr. Scherer von der Uni München schon seit Jahren zu bedenken gibt (Quelle). Dass die Sachlage zu der Herleitung dieser Theorie so desaströs ist, weiß nahezu keiner. Genauso wenig ist man sich darüber bewusst, dass der Begründer der Evolutionstheorie, Charles Darwin, genauso Freimaurer war wie Gottfried Herder

Und unsere jüngere Entwicklungsgeschichte in Nordeuropa? Sie war genauso primitiv, unkultiviert, wild, dunkel, chaotisch und blutig, wie der Rest der offiziellen Menschheitsgeschichte. Was aber, wenn archäologische Funde diesen großflächig verbreiteten Darstellungen widersprechen? Und hier ist der Punkt: Genau das tun sie, wenn man genauer hinsieht. Dass es so ist, geht aus so gut wie jedem der 17 Beiträge auf dieser Seite hervor. Man denke hierbei nur an den Schatz von Sutton Hoo, der die Dunkelheit der vorfeudalen Zeit im Frühmittelalter gänzlich infrage stellt, was das Britische Museum auch genau so auf seiner Webseite offenbart (Quelle). Auch wenn die Beweise, dass es komplett andersherum gewesen war, spät kamen: Sie kamen. 

Alleine um die offizielle Geschichte Hamburgs vom Frühmittelalter bis heute annähernd zu verstehen, bedurfte es 7 langer Jahre, obwohl meine Arbeitsstellen genau hier im Areal der Altstadt lagen bzw. liegen und ich – wie sich denken lässt – extrem geschichtsinteressiert bin. Als ich meine Recherchen unter Berücksichtigung der archäologischen Forschungsergebnisse dann schließlich doch beendete, stellte ich auch hier fest, dass man uns auch nicht die Wahrheit zur Geschichte der Hansestadt erzählt, bzw. wichtige Erkenntnisse unvermittelt bleiben.

So stand ich 2019 selbst vor den freigelegten Ruinen des Vorläufers von Hamburgs „Neuen Burg“, die interessanterweise gar keine Burg gewesen sein konnte, sondern ein mächtiger Hafen war. Ich sprach mit dem Ausgrabungsleiter darüber, wie er das freigelegte Hafentor untersuchte. Über einem alten Turmhügelburgrest des 12. Jahrhunderts, jahrzehntelang fälschlicherweise als Bischofsturm interpretiert, befindet sich meine Arbeitsstätte. Vor diesem Turm verlief der „Heidenwall“. Die eigentlichen Funktionen all dieser Anlagen in Hamburgs Zentrum sind der Masse unbekannt, das weiß ich von meinen Hamburger Kollegen. Der Normalsterbliche weiß nichts bis wenig hierzu – es interessiert ihn auch nicht. „Das ist Sache der Experten“, nur viele dieser Experten mutmaßen auch nur und hoffen, dass die Quellen stimmen, aber insgeheim wissen alle nur zu genau, wie dünn und verlogen die offiziellen Überlieferungen sind. Sie klammern aus Eigeninteresse (Personas) an den gängigen Dogmen der Überlieferungen, obwohl die Quellenlage gelinde gesagt desaströs ist, und die Fachexperten sich genau hierüber bewusst sind:

„Zum einen gibt es häufig nur eine einzige Quelle, zum anderen sind sie mit höchster Vorsicht zu genießen. Schreiben konnten nur die allerwenigsten. Und wer etwas niederschreibt und verbreitet, der verfolgt oft einen politischen Zweck damit - die „Wahrheit“ ist da nebensächlich." (Hamburger Abendblatt, 09.11.2021)

Viele Hinweise bekam ich von der Leserschaft. Ihnen bin ich nachgegangen, habe die erwähnten Bücher gekauft oder geschenkt bekommen und habe die Ergebnisse anschließend veröffentlicht. Ohne diese Menschen wüsste ich nicht, dass die Schlei bis ins Hochmittelalter noch viel tiefer ins Landesinnere reichte – bis Danewerk, um genau zu sein. Ich wüsste auch nicht, dass „Plattdeutsch“ bis ins 17te Jahrhundert – die Lingua Franca, der nördlichen Hälfte Europas war und Sässisch (Sächsisch) hieß.

Am meisten hat mich 2021 mein Besuch in Louisenlund verblüfft. Prince Philip, Prinzgemahl von Königin Elisabeth, ist gebürtiger Schleswig-Holsteiner gewesen? Jahre hat es gebraucht, bis ich verstanden habe, dass mittelalterliche Niederungsringwallburgen eigentlich Häfen waren und es 42 Anlagen davon allein in unseren Landen gab, die man bis heute erkunden kann. Was machten wichtige Abschnitte des Danewerks nördlich der Schlei? Völlig sinnlos, wenn diese Anlage wirklich der Verteidigung gedient haben soll. Die bronzezeitliche Kultur des nordischen Kreises war eine Hochkultur, die in den Fluten der Nordsee unterging? Ihre Griffzungenschwerter ließen sich nach ihrer Flucht bis ins alte Griechenland ausmachen? Die wikingerzeitliche Siedlung Füsing war größer als Haithabu? Die größte nichtatomare Explosion fand 1947 auf Helgoland statt? Es gab ein heidnisches Christentum vor dem der Katholischen Kirche in unseren Landen und beiden Lehren Christi wichen gänzlich voneinander ab? 

Inzwischen bin ich dankbar für meine Aufgabe und meine tolle Leserschaft. Über 2400 Abonnenten auf Facebook und das bei gerade einmal 17 Beiträgen auf der Seite. Über 200 000 Seitenaufrufe insgesamt. Nach dem Neuaufsatz und Umzug dieser Seite begann Anfang März 2026 eine neue Epoche auf einer moderneren Plattform, mit frisch überarbeiteten Beiträgen.

Jedoch muss man feststellen, dass auch die Menschen in den vergangenen Jahren noch geschichtsverdrossener geworden sind. Kein Wunder, bei dem Unter(n)haltungsangebot heutzutage (Computerspiele, Social-Media-Wahn, Netflix, Fussballfanatismus, etc.). Die Aufmerksamkeitsspanne von uns ist auf einem Rekordtief. Immer weniger Menschen greifen zu Büchern. Dennoch oder gerade deshalb sollen sie wissen, was ihnen vorenthalten wird, um aus diesem Hamsterrad herauszukommen! Die Zahl der psychisch Kranken steigt unentwegt, und, was mich besonders betroffen macht, ist die Tatsache, dass es immer mehr junge Menschen sind, die sich einreihen. Ich hoffe, durch meine Arbeit wird ihr Funke entfacht. Das ist auf jeden Fall meine Motivation.

Ginge es um mich persönlich, könnte ich bereits aufhören. Die verborgene Geschichte unserer Vorfahren gibt mir nach all den Jahren Recherche und all meinen Erkenntnissen viel Kraft und schenkt mir regelmäßig das Gefühl von Glück, Verbundenheit, Liebe und Dankbarkeit. Nein, bei dieser Arbeit geht es nicht mehr um mich. Ich bin nur Mittelsmann. Ich gehe nur meiner Verantwortung nach.

Wer bin ich aber? Nun, ich bin studierter Informatiker (mein Studium absolvierte ich in Neuseeland, wo ich über fünf Jahre lebte). Ich bin im Jahr 1983 geboren, seit 2009 glücklich verheiratet und Vater von 3 wunderbaren Kindern und lebe vor den Toren Hamburgs. Als gebürtiger Flensburger bin ich ein echtes Nordlicht. Seit meiner Rückkehr aus Neuseeland arbeite ich bei internationalen Unternehmen in Hamburg als IT-Systems-Analyst/Engineer. Das Verstehen komplexer Probleme und das Lösen dieser ist es, was mir Spaß macht. Ich optimiere Altsysteme und merze potenzielle Fehlerquellen aus und modernisiere. Was mich, denke ich, auszeichnet, ist mein penetrantes Hineinbohren und Herausarbeiten von Erkenntnissen, um sie dann, im Anschluss daran, anderen Menschen verständlich zu machen. Ich liebe Rätsel (auch die Rätsel der menschlichen Psychologie) und liebe es genauso, zu optimieren und zu entmystifizieren. In meiner Arbeit sind es abstrakte, komplex aufgesetzte Computersysteme, die kaum einer versteht, in meiner Freizeit Geschichtswissenslücken und ‑fehlinterpretation, aber auch die Frage nach dem Warum dahinter treibt mich an.

Ich halte es für meine Verantwortung, meine Fähigkeiten für diese Sache einzusetzen. Dies tue ich völlig umsonst in der Überzeugung, diese Welt damit zu einer besseren zu machen.

Nun aber genug gesabbelt! Jetzt liegt es an dir: Eigne dir so viel Wissen über unsere Heimat und unsere Wurzeln an, wie du es sonst wohl nirgendwo so gebündelt finden wirst. Durch diese Arbeit wirst du, wenn du dich mit den Themen auseinandersetzt, Kraft und Dankbarkeit erfahren und – was fast das Wichtigste ist – richtige, bedeutungsvolle Entscheidungen für dein Leben treffen. Warum? Du gleichst dem Geist, den du begreifst. Leiden entsteht durch Unwissenheit, die Befreiung davon erfolgt durch Erkenntnis, und aus dieser wiederum folgen weise Taten, welche in wahren Reichtum münden werden. Ohne Erkenntnis, die du aus dem entscheidenden Wissen beziehst, bist und bleibst du ein Spielball eines Spiels, das du nicht verstehst (und meiner festen Überzeugung nach auch nicht verstehen sollst). Genau deshalb steht in der Freimaurerei das schwarz-weiße Schachbrettmuster symbolisch für das bedeutungslose Leben eines nicht eingeweihten Menschen (HARWOOD, Seite 82). Richtig gelesen: Die Eingeweihten wissen genaustens um diese inneren Mechanismen und Abläufe; unsere Stärken und Schwächen und wie armselig das Leben der mitlaufenden, nichts hinterfragenden Masse ist. Ob du es willst oder nicht: Am Ende des Tages bist du die Summe seiner Entscheidungen. Heiko Gauert drückte es passend aus, was es mit einem macht, sich mit dem wichtigen Themen im Leben zu beschäftigen, als er seine Vorträge zur Geschichte der Plattdeutschen Sprache gehalten hatte: „Viele meiner Zuhörer gingen mit gestärktem Rücken aus meinen Veranstaltungen…“ Und genau das ist es, was passieren wird, wenn du dich mit den Themen auf dieser Seite auseinandersetzt und dir ein eigenes Bild machst. 

Ausgewählte Topartikel

Die Nordsachsen – Wie ein norddeutscher Stammesverband den Mythos vom dunklen Mittelalter widerlegt

Vielseitiger als jede andere – Hanf, die heilige Pflanze unserer Vorfahren

Geheimes Louisenlund: Ein Blick hinter die Kulissen des Hochadels und der Freimaurerei

Von den 14 Monaten, als Atlantis vor Helgoland lag

Die Wenden – Wer waren unsere Vorfahren?