Als ich das erste Mal von diesem Thema hörte, viel mir die Kinnlade runter - erst recht, als sich die Behauptungen des dänischen Autors und Piloten Preben Hansson als wahr entpuppten (siehe hierzu die Karte unten) und ich feststellte, dass er sogar über die Hälfte der Anlagen vergessen oder übersehen hat in seinen Recherchen aufzuführen!

Worum geht es? Es geht um die Trelleborg "Wikinger Kasernen". Mindestens 7 von ihnen lassen sich noch in der Landschaft Dänemarks und Schwedens ausmachen. Sie gelten bautechnisch als Meisterwerke - ihre Grundrisse bestechen durch geometrische Genauigkeit und perfekter Symmetrie. Klingt das nicht schon alles andere als plausibel? Eine derartige Perfektion im Zusammenhang mit Kasernen der Wikinger? Ernsthaft? Nicht nur Archäologen wie Poul Nörlund sahen hier schon direkt nach der Analyse dieser Hinterlassenschaften einen riesen Konflikt (NÖRLUND, 1948).

Offiziell heißt es, die Trelleborgen wurden um das Jahr 980 vom dänischen König Harald Blauzahn (Regierungszeit von 936 -987) errichtet. Und hier geht es schon los: Einige von diesen sogenannten Ringburgen wurden ohne Frage tatsächlich zu Zeiten des Mittelalters bebaut und genutzt. Allerdings geht es nicht um diese späten Phasen der Bebauung, sondern um die Vorläuferburgen dieser Anlagen (bzw. ihren Grundriss wie der der Aggersborg). Zu den meisten von ihnen steht auf Wikipedia Folgendes: „Wer die Vorläuferburgen der in mehreren Phasen gebauten Ringanlagen gebaut hat, ist ungewiss“ (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Wikingerburg#Wikingerzeitliche_Ringburgen).

Erbauer der Vorläuferburgen unbekannt

Auch die größte der Anlagen, die Aggersborg in Nordjütland am Limfjord, wurde wohl „auf den Ruinen einer früheren Erbauung errichtet, deren Zweck nicht bekannt ist“ (https://www.kapidaenin.de/die-aggersborg-in-vesthimmerland-groesste-winkingerfestung-daenemarks/). Insgesamt räumt man also offiziell ein, dass 4-5 der 7 Anlagen Vorläuferburgen hatten! Aber auch bei den übrigen lässt es sich nicht ausschließen, denn die Reste des Holzes, aus welchen die Anlagen aus früheren Phasen bestanden haben, sind vollständig verrottet. Aus diesem Grund ist es unmöglich, eine Altersbestimmung des Holzes der ursprünglichen Bauwerke vorzunehmen (weder mit der C-14 -, noch mit der dendrochronologischen Methode). Was teilweise bestimmt werden konnte, sind einige Holzbohlen, die man beispielsweise in den Gräben der Anlagen fand und die ins späte 10te Jahrhundert datiert werden konnten. Also in die Zeit, in der angeblich Blauzahn regierte.

Was wir bereits jetzt festhalten können:

Das wir es mit sehr alten Bauwerken zu tun haben, die schon vor Blauzahn existieren.

Das mit den gleichen Maßeinheiten gearbeitet wurde (der "Trelleborgfuß" entspricht 29,33 cm) und das bereits bei den Vorgängerburgen (http://www.wikinger-in-daenemark.de/aggrborg.htm)!

Dies wiederum ist ein klarer Indiz dafür, dass die Anlagen nach einem wohlüberlegten Plan errichtet worden sein müssen, der eine große Landmasse einschloss und das systematisch vorgegangen wurde - ohne Blauzahns Einwirken. 

Das es keine alten Schriften oder Hinweise gibt, dass Blauzahn überhaupt etwas mit diesen Anlagen zu tun hatte. Der einzige eventuelle Beweis für Blauzahns Existenz überhaupt ist lediglich ein 10 Tonnen schwerer Fels, der ihm gewidmet wurde (https://www.geo.de/magazine/geo-epoche/3784-rtkl-harald-blauzahn-der-bekehrte-koenig). 

Liniennetz über hunderte von Kilometer

Ist das nicht ein Hammer? Wo bleibt der Aufschrei der Historiker? Wer beherrschte Geometrie, Mathematik, Architektur und Technik auf einem derart hohem Niveau und das weit vor, vielleicht sogar sehr weit vor dem Mittelalter? 

Wenn ich nicht selber die Linien eingezeichnet hätte, hätte ich es selbst nicht geglaubt, was ich hier sehe! Die Anlagen liegen sogar noch auf denselben Linien! Selbst die Anlagen, auf die Hansson nicht in seinem Werk verwiesen hat, lassen sich durch eine andere, west-östlich verlaufende Linie verbinden. Wir reden hier von hunderten von Kilometern, davon teils Dutzende von Kilometer über Wasser (Slagelse auf Seeland nach Trelleborg in Schweden)! Nur eine Trelleborg-Anlage war nicht mit den anderen verbunden (Borgring Køge nahe der Stadt Køge). Wie es der Zufall aber so will, habe ich, bevor ich auf Hanssons Material gestoßen bin, vor längerer Zeit mal etwas von der sogenannten Horstlinie gehört, die durch die Orte Horstmar, Delmenhorst und Horst in Schleswig-Holstein ging und deshalb auch so heißt (https://www.allmystery.de/themen/uf37952-37). Nichtsahnend zog ich diese Linie auf der Karte weiter gen Nordosten und glaubte nicht, was ich sah: Sie verbindet die letzte freistehende Trelleborg! Wer will jetzt behaupten, dass das alles Zufall sei? Welchen Nutzen zogen unsere Vorfahren aus diesen Anlagen und der Tatsache, dass sie alle durch Linien miteinander verbunden waren bzw. bis heute sind?

Tja, jetzt stehen wir vor dem Problem, dass wir mit den Informationen, die wir seit der Schule vermittelt bekommen haben, und welche sich bei den meisten von uns seither nicht grundlegend geändert haben, an dieser Stelle nicht weiter kommen. Wir müssen uns notgedrungen auf alternative Erklärungsversuche einlassen. Was bleiben uns sonst für Möglichkeiten? Was jetzt folgt ist daher lediglich Spekulation.

 

 

Phänomen Trelleborgen - Eine These

Ich tue mich mit dem Gedanken schwer, dass es Außerirdische waren, die diese Meisterleistung vollbracht haben, so wie es Preben Hansson in seinem Werk "Und sie waren doch da" annimmt. Warum müssen immer Außerirdische auf den Plan gerufen werden, wenn man keine Erklärungsversuche mehr hat? Vielleicht, weil keine andere Erklärung in unsere gültige Geschichtsschreibung passt? Was spricht dagegen, dass unserer Vorfahren über entsprechendes Wissen verfügt haben und diese technische Anlagen bauten und nutzen?

Wenn ich eine Sache in diesem Zusammenhang mit Gewissheit sagen kann, so ist es die Tatsache, dass es in der Geschichte der Menschheit oft zu verheerenden Katastrophen kam. Katastrophen, von die der einfache Mann auf der Straße nicht einmal etwas weiß. Man denke nur an die Margarethenflut von 1342, die in den folgenden Jahren alleine ein Drittel der deutschen Bevölkerung dahingerafft hat (5 von 15 Millionen!) und die noch nicht einmal lange hinter uns liegt (https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-06/hochwasser-magdalenenflut). Auch kann man mit Gewissheit sagen, dass spätestens seit der Christianisierung vehement altes Wissen vernichtet wurde. Auch die Bibliothek in Alexandria brannte sicherlich nicht umsonst (https://de.wikipedia.org/wiki/Bibliothek_von_Alexandria). Zusammenfassend kann man sagen, dass wir bei Weitem nicht alles wissen, was wir wissen könnten und zudem kommt erschwerend hinzu, dass der Sieger die Geschichte schreibt bzw. geschrieben hat.

Jetzt aber wieder zurück zur eigentlichen These: Dienten die Anlagen, so wie es Preben Hansson vermutet, dem Flugverkehr? Wenn ja, wer hätten die Erbauer und Nutznießer sein können? Jeder, der sich zumindest mal grob mit den Theorien von Erich von Däniken auseinander gesetzt hat, wird wissen, dass auch dieser immer davon sprach, dass Menschen, die eine angeblichen Hoch-Technologien der Fremden nicht erklären konnten, diese Fremden als Götter ansahen. Gäbe es Menschen, die gigantische Katastrophen überstanden, und geschafft haben, ihr Wissen mitzunehmen, so wären diese anderen Menschen auch überlegen und müssten dafür nicht einmal außerirdisch sein. 

Die nordischen Gottheiten der Asen und Wenden - sie ritten in den Himmel

Hansson spricht davon, dass es die nordischen Gottheiten der Asen und Wanen waren (die übrigens sehr menschlich aussahen), die diese Anlagen nutzen und er führt ein paar gute Punkte auf, die man zumindest einmal grob in Betracht ziehen kann. Die Asen waren befähigt zu fliegen, nicht sie selber, aber ihre Fluggefährten (bzw. Geräte?)! So ging Odin auf Sleipnir auf Reisen (einem achtbeinigem "dahingleitenden" Pferd), Thor flog mit seinen "lautmalenden" Böcken (Tanngnjostr  und Tanngrisnir) lärmend durch die Lüfte und Freya, die Göttermutter, nutze ein Schwanenkleid oder ihren Mantel aus Falkenfedern, mit welchen sie sich in einen Vogel verwandelte. Dazu ist immer wieder die Rede von der "feurigen Brücke" Bifröst: Alltäglich „reiten die Asen über die Bifröst (in den Himmel) hinauf; Bifröst heißt daher auch Asenbrücke“. Über die feurige Brücke Bifröst erreichten die Asen besondere „Stätten im Himmel“ (aus der Edda). 

Schaut man sich diesen Beitrag (http://www.aktiongemeinwohl.info/hyperborea-das-land-der-asen/) dazu an, wird man noch mehr Futter dafür finden, dass die Gottheiten der Asen und der Wanen mehr waren als ein reines Mysterium. In diesem wird nämlich behauptet, dass sie die Sintflut überlebten und Nachfahren einer Hochkultur waren und gleichzusetzen sind mit den Hyperboreern, die so zahlreich in antiken Schriften ihre Erwähnung finden und die definitiv – sofern man diesen antiken Schriften Glauben schenkt – ihre Heimat in unseren Gefilden hatten! Die Geographische Beschreibungen sind eindeutig. Hier nur wenige davon:

"Die Lage des „Hyperboreerlandes“ am „Atlantischen Meer gegenüber dem Lande der Kelten" (Britanien und Gallien waren keltisch) (Hekataios)

"Hier hatte der längste Tag siebzehn Stunden" (Dies trifft für Schleswig-Holstein -54’ 10″ nördliche Breite- und das mittlere Jütland noch heute zu) (Plinius der Ältere)

„Wenn man“ – von Britannien aus – „am nördlichen Ozean“ – der Nordsee – „in der Richtung nach Asien fährt, dann stößt man zuerst auf das Hyperboreerland.“ (Pomponius)

Das Eiland Basileia (Hauptsitz der Hyperboreer), das er auch Abalus (Apfelinsel) und Elektris (Bernsteininsel) nannte „im Wattenmeer, eine Tagereise von der Küste entfernt“. Vor der Insel ragte ein Felsen „mit mancherlei Klippen“ empor (Helgoland?) (Pytheas) 

Glaubt man dieser Ausarbeitung, bleibt zumindest nicht viel Platz für Außerirdische, sondern Besonderes muss sich bei uns und unseren dänischen Nachbarn zugetragen haben. Die Asen und ihre Heimat sollen in "Ragnarök" (der Untergang der damals bekannten Welt) im Jahre 1200 v. Chr. vernichtet worden sein. Ihre Verehrung und ihre Geschichte wurden vielleicht nicht grundlos über Generationen weitergegeben und sind vielleicht viel mehr als bloße Mythen. 

 

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Fakt ist: Diese Anlagen und ihr immernoch bestehenden Liniennetz und die Grundrisse der Trelleborgen existieren bis heute in einer Perfektion, die sich in keine offizielle Geschichtsepoche drücken lässt; ob wir es wollen oder nicht. Freuen wir uns darüber! Egal, ob nordische Gottheiten bzw. Überlebende früherer Hochkulturen mit im Spiel waren oder nicht: In die Liste der phänomenalen Bauten weltweit, die genauso wenig zufriedenstellend erklärt werden können, wie diese Trelleborganlagen, können wir uns nun eintragen. Schade ist nur, dass wir zu diesen Themen nichts über unsere öffentlichen Medien erfahren, sondern eher zufällig, weil wir durchs Internet browsen oder, so wie ich, durch das Lesen eines in die Jahre gekommenen Buches. Nehmt alleine die kurz oben beschriebenen Hyperboreer als Beispiel: Wäre es bei einer derartig präzisen Lagebeschreibung antiker Quellen nicht mal angebracht, uns Schleswig-Holsteiner im größeren Stile darüber aufzuklären, wer die Hyperboreer waren? Es scheint leider nicht. Wer mehr wissen will, muss eben selber aktiv werden. Dies lege ich hiermit wieder jedem Leser ans Herz.

Dein Jan

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