Die Schleswig-Holsteinische Geschichte ist langweilig und hat nichts zu bieten? Das sollte man meinen. Ist ja auch kein Wunder, wenn man sich mal zu Gemüte führt, was so in den Schulbüchern steht und was Geschichtsdokumentationen und allgemein die Medien darüber bringen (oder eben nicht). Was außer den Wikingern, die ihre Handelsmetropole in Haithabu hatten und vielleicht noch die Hanse etwas später, hatten diese Gefilde denn bitte zu bieten?

Mal ehrlich: Unsere Geschichte ist langweilig und verhältnismäßig mehr als unbedeutend. Diese Seite wird damit aufräumen und auf archäologische und geologische Erkenntnisse eingehen, die ein ganz anderes Licht auf das Leben und die Kultur unserer Vorfahren werfen.


Wusstest du zum Beispiel, dass man die ältesten Radspuren der Welt nicht in Mesopotamien fand, wo sie jeder erwartet hätte, sondern in Flintbek bei Kiel (Quelle)? Hatte das Rad seinen Ursprung etwa in Schleswig-Holstein? Solange man keine älteren Spuren woanders ausmachen kann, lautet die Antwort ja! Ein Einzelfall? Mitnichten!
 
Sachsen

- Hinzugefügt 31.03.2024 -

"Das Mittelalter ist nicht länger dunkel” – Netflix thematisiert in dem Film "Die Ausgrabung/The Dig" (beruht auf wahren Begebenheiten) einen Fund, der jeden Schleswig-Holsteiner hellhörig werden lassen sollte: den Schatz von Sutton Hoo.
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Wie aus dem Nichts tritt plötzlich einer der einflussreichsten Stammesverbände der Antike und des Mittelalters in Erscheinung, welcher sein Kerngebiet im heutigen Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen hatte. Die Sachsen. Zusammen mit anderen Stämmen des Nordens (insbesondere der Angeln, aber auch der Friesen) sorgten diese Menschen für das bedeutsamste archäologische Relikt Großbritanniens.

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"Diese Menschen waren keine wilden Krieger, es waren kultivierte Menschen mit unglaublicher Kunstfertigkeit." Auch dieses Zitat stammt aus der Netflix-Produktion. Nach Aufnahme dieser Zeilen wirst du anders auf unsere Geschichte blicken.

Binnenhäfen

- Hinzugefügt 07.01.2023 -

- Mit interaktiver Karte -
Dutzende mittelalterliche Ringwälle gelten als Burgen, sind aber nachweislich über 500 Jahre nicht als solche genutzt wurden (DÄHN, Seite 12). Diese ungenutzten Ringwall-Riesen mit bis zu 330m Durchmesser, wozu übrigens auch die Hammaburg - Hamburgs Keimzelle - zählt, lassen sich, dank der unbezahlbaren Arbeit eines passionierten Heimatkundlers, größtenteils heute noch in unserer Landschaft ausmachen.
Waren diese Bauten wirklich bloß ungenutzte Burgen oder hatten Sie doch einen Nutzen? Dähns Arbeit, der wikingerzeitliche Uferverlauf und ein Ringwall-Hafen Fund in Stade liefern die Antwort... Begib dich auf eine einzigartige Entdeckungstour!

Bronzezeit

- Hinzugefügt 08.05.2022 -

Ab aufs Rad! Das uralte Wegenetz der Kultur des Nordischen Kreises

- Mit interaktiver Karte -
Ein einzigartiger Fahrradweg: Das Jahrtausende alte Wegenetz zwischen Schleswig und Flensburg und seine direkte Verbindung zum Zentralheiligtum der Friesen – der Forseti-Insel.
In der Absicht, eine größere Fahrradtour zu planen, die auf der Route eines uralten Verkehrsweges zurückgeht, welche seinen Ursprung in der Bronzezeit (2.000 – 750 v. Chr.) hatte, entstand dieser einzigartige Beitrag.
Eine vergessene Hochkultur, unzählige Heiligtümer, Burgen friesischer Könige, Wallfahrtsstätten und ihre Quellen, eine alte Insel, der höchste Berg Nordfrieslands, Flussfurten, gigantische Hünengrab-Begräbnisstätten, und vieles mehr warten darauf, von dir wiederentdeckt zu werden.

Die Zerstörung Helgolands

- Hinzugefügt 13.03.2022 -

7 Jahre Verwüstung und Zerstörung um und auf Helgoland

Die Operation "Big Bang" sollte Helgoland komplett ausradieren. 1947 - zwei Jahre nach dem Krieg - kam es hier zur größten nicht nuklearen Sprengung der Welt.

Aber selbst nach der erfolglosen Vernichtung blieb Helgoland und sein Umland noch 5 Jahre lang Sperrgebiet, Bombenabwurfplatz und Deponie für militärischen Sondermüll.
Warum diese immens aufwendige und dazu langwierige Zerstörung der Hochseeinsel entgegen der Proteste der Helgoländer (für die der Krieg nicht endete)? Eine Spurensuche.

Hanf und heilig

- Hinzugefügt 21.09.2021 -

Vielseitiger als jede andere - Hanf, die heilige Pflanze unserer Vorfahren

Hanf kann in nahezu jedem Klima und auf jedem Boden, selbst in Grenzertragsgebieten, angebaut werden. Es ist mit Abstand der ertragreichste und profitabelste nachwachsende Rohstoff der Welt.
Wundert es uns daher, dass dieser Bio-Rohstoff der Superlative auch im großen Stil von unseren Vorfahren kultiviert wurde?
Diese heimische(!) Pflanze ist so vielseitig einsetzbar, dass man heutzutage bis zu 50.000 Produkte daraus herstellen könnte! Die Frage ist: Warum tun wir dies nicht?

Geheimes Louisenlund – Ein Einblick in die Freimaurerei und die schleswig-holsteinische Hocharistokratie

- Hinzugefügt 21.06.2021 -

Geheimes Louisenlund: Ein Blick hinter die Kulissen des Hochadels und der Freimaurerei

Jeder Schleswig-Holsteiner wird schon einmal von dem malerischen Areal des seit 1949 in einer Stiftung befindlichen Internats Louisenlund bei Güby gehört haben. Weniger bekannt dürfte hingegen die faszinierende Geschichte hinter dem ehemaligen Adelsgut sein. Auf diesem Grund befindet sich unter anderem der bedeutendste Freimaurerpark Europas.
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Was hatten die Freimaurer mit diesem Areal zu tun? Wusstest du, dass es von hier aus sogar eine direkte Verbindung zur britischen Königsfamilie gibt?

„Atlantis lag hinter Helgoland“ (Die Zeit, Ausgabe 14/1953)

- Hinzugefügt 10.09.2020 -

Von den 14 Monaten, als ATLANTIS vor Helgoland lag

Am 31. Juli 1952 war es plötzlich Gewissheit. Nach mühevollen, jahrelangen Recherchen und vielen Rückschlägen war es nun doch offiziell und so wurde es auch von großen Medienhäusern europaweit verkündet.

Es war der Moment, auf den Jürgen Spanuth akribisch und unermüdlich hingearbeitet hat. Die Weltsensation war perfekt!

Was ist seitdem geschehen? Wieso weiß keiner darüber Bescheid, was man damals herausgefunden hat? Alles Hanebüchen?
Und wenn nicht, was bedeutet diese Erkenntnis für uns Deutsche und uns Europäer?

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf – Wie sich im Hochmittelalter der Meeresspiegel senkte

- Hinzugefügt 21.07.2020 -

Der Schleswig-Holsteinische Küstenverlauf im Hochmittelalter

Es dürfte viele Menschen gelinde gesagt schockieren, diese Zeilen zu lesen. Dieses Thema ist wenig bis gar nicht bekannt, die Spuren in der Landschaft Schleswig-Holsteins und das Kartenmaterial über diese Zeit sprechen aber eine eindeutige Sprache: Der Meeresspiegel war bis ins 12te Jahrhundert noch um Meter höher!

Wenden

- Hinzugefügt 27.03.2020 -

Die Wenden in Schleswig-Holstein - Wer waren unsere Vorfahren?

Wenn du aus Schleswig-Holstein kommst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch du zu ihnen zählst. Im Buch "Die Wenden" von Martin Fricke heißt es: "Sie leben millionenfach unter uns - oft ohne davon zu wissen: Die Nachfahren der Wenden." (FRICKE, Seite 2) Wo kamen diese Menschen aber her und was hat es mit den Slawen auf sich, als welche sie seit dem 18ten Jahrhundert bezeichnet werden?

Trelleborgen

- Hinzugefügt 26.04.2020 -

Kilometerlange Liniennetze zeugen von unglaublicher Präzision

- Mit interaktiver Karte -
Auch wenn wohl so gut wie niemand davon gehört haben dürfte, reden wir bei diesem Thema historisch betrachtet von einer Sensation. Es geht nicht nur um die angeblich von Harald Blauzahn errichteten Trelleborg- "Wikingerkasernen" an sich, sondern vor allem um ihre Positionen auf der Landkarte ...

Plattdeutsch

- Hinzugefügt 18.10.2019 -

Plattdeutsch und was wir darüber wissen - oder auch nicht

Wir reden hier von einem niedlichen, amüsanten Dialekt, den einige in die Jahre gekommene Provinzler sprechen. Hand aufs Herz, liebe Nordlichter, das soll niemanden kränken, aber so sieht es doch aus. Dieses gängige Bild, was der größte Teil von uns darüber hat, ist mit der größte Grund, weshalb Niederdeutsch mehr und mehr ins Abseits gerät - für uns und unsere Kinder schlicht keine Rolle mehr spielt. Was aber, wenn Plattdeutsch viel mehr zu bieten hat, wir es aber nur nicht (mehr) wissen? Wusstest du zum Beispiel, dass diese Sprache mindestens 1500 Jahre alt ist und sich in seiner langen Geschichte enorm weit verbreitet hat?

Turmhügelburgen

- Hinzugefügt 20.12.2019 -

Turmhügelburgen in Schleswig-Holstein

Von Ihnen gab es zu ihrer Hoch-Zeit mindestens 400, alleine hier oben. Ein Buch gibt Aufschluss darüber, wo in unseren Landen noch Reste von ihnen zu finden sind. Was war aber ihre Funktion und warum wissen wir so wenig über sie, obwohl dieser relativ junge Abschnitt der Schleswig-Holsteinischen Geschichte doch so greifbar wäre?

Danewerk

- Hinzugefügt 01.09.2019 -

Das ausgeklügelte Transportsystem zwischen Hollingstedt und Schleswig

- Mit interaktiver Karte -
Obwohl ich aus der Gegend stamme, kannte ich dieses monumentale Bauwerk nur vom Hörensagen und weil eine Ortschaft bei uns diesen Namen trägt, dabei handelt es sich um das größte Bodendenkmal Nordeuropas, welches kürzlich zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde. Gemäß alter Überlieferung gilt dieses Bauwerk als Verteidigungsanlage.
Neuste archäologische Funde widersprechen dem aber vehement. Eine ganz andere Funktion drängt sich nun auf.

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Schleswig-Holsteinische Geschichte: Viel mehr als nur Haithabu und Wikinger

Archäologische Funde - wie der oben beschriebene - stehen oft beiläufig in Büchern oder auf Wikipedia, fanden aber nicht den Weg in unser aller Bewusstsein. Schon mal von der Kultur des Nordischen Kreises gehört, an dem Schleswig-Holstein und Dänemark vollen Anteil hatten? Eine Hochkultur der Bronzezeit, die zur damaligen Zeit unerreichte Bronze- und Goldschmiedekunst zutage brachte und auf die der mit Abstand größte Teil unserer Hünengräber zurückgeht (60.000 davon befanden sich alleine in Dänemark - Quelle)? Nein? Weißt du um die Reste von über 543 Burgen alleine in unseren Landen aus dem Mittelalter? Schleswig-Holstein Burgenland wäre eine treffende Bezeichnung und genauso beschreibt es auch Oliver Auge, Professor für Regionalgeschichte (Quelle). Der Grund für eine derartige Anhäufung von Burgen in unserem Bundesland? Was machte es so bedeutsam? Es ist uns schlicht nicht geläufig. 

Leben wir nicht in einem Informationszeitalter, in der die Wissenschaft die Maßgabe für unser allgemeines Verständnis sein müsste, vor allem unser geschichtliches? Die überlieferten Schriften, die bis heute die Grundlage für unser Geschichtsbild liefern, waren allerdings nicht viel mehr als Propagandamaterial, blenden daher wichtige Errungenschaften und Details aus und geben lediglich die Sicht auf den ehemaligen Feind wider - den Verlierer eben.

Das Hamburger Abendblatt fasst diesen katastrophalen Missstand nach der archäologischen Entdeckung des ersten Hamburger Hafens im Jahr 2021 (dieser Fund steht im Widerspruch zur offiziellen Hamburger Geschichte, denn Hamburgs erster Steg ist in Wirklichkeit satte 170 Jahre älter) folgendermaßen zusammen:

„Der (geschichtliche) Sachstand basiert vor allem auf schriftlichen Quellen– und genau das ist das Problem. Zum einen gibt es häufig nur eine einzige solche Quelle, zum anderen sind diese mit höchster Vorsicht zu genießen. […] Wer etwas niederschreibt und verbreitet (in der Regel Fürsten oder kirchliche Würdenträger), der verfolgt fast immer einen politischen Zweck, die Wahrheit ist da nebensächlich.“ (Hamburger Abendblatt vom 11.09.2021)

Bemühungen, endlich mit den fundamental falschen Geschichtsirrtümern aufzuräumen, gibt es bis zum heutigen Tag keine. Die fragwürdigen Überlieferungen, in denen die "Wahrheit nebensächlich ist" werden, wie der Hamburger Hafenfund zeigt, im Kern nicht hinterfragt. Das Establishment hegt und pflegt die alten Dogmen, ohne auch nur im Entferntesten am überlieferten Narrativ rütteln zu wollen (oder zu können?), obwohl die bereits gewonnen und stets neue hinzukommenden wissenschaftlichen Erkenntnisse eindeutig eine andere Sprache sprechen.

Das inzwischen sogar von UNESCO ausgezeichnete Welterbe und größte Bodendenkmal Nordeuropas, das Danewerk in der Schleswiger Landenge, ist für mich der größte Beweis dafür, dass neuste wissenschaftliche Erkenntnisse nicht für ein dringend notwendiges Umdenken sorgen: Archäologen haben bestätigt und selbst ein kleines Regionalblatt hat darüber berichtet, dass dieser gigantische Wallzug mit verschiedenen Abschnitten und Gräben viel älter ist, als es uns offiziell mitgeteilt wird (mehr, wahrscheinlich weitaus mehr als 300 Jahre, da man lediglich den zweitältesten Teil analysiert hat)!
 
Wenn die Anlage also viel älter ist, hat sie nicht der erste dänische König zur Verteidigung seines neu gegründeten dänischen Reiches errichten lassen, so wie es in den Fränkischen Reichsannalen (eine schriftliche Auflistung der Ereignisse, welche angeblich um das Jahr 800 verfasst wurde) zu lesen ist. So viel steht fest. Was ist also die naheliegendste Erklärung über die eigentliche Funktion dieses monumentalen Bauwerks in unserem Norden, wenn man auch die vergessenen und eigentlich interessantesten Abschnitte der Anlage in Betracht zieht?

Begib dich auf Spurensuche und nutze die interaktive Karte für eigene Ausflüge! 
 
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